AGP Sozialforschung

AGP Sozialforschung hat im Jahr 2014 untersucht, ob in Südbaden Bedarf für ein stationäres Kinderhospiz besteht. Dabei wurden auch und vor allem die Versorgungsstrukturen – die Kinderhospizarbeit, Selbsthilfe-Initiativen, Angebote der Pflege und Medizin, Schulen sowie Träger der Behindertenhilfe u.v.m. – einbezogen und untersucht. Neben einer Bedarfsbestätigung für die stationäre Kinderhospizarbeit verwiesen die Ergebnisse auf die Notwendigkeit,

  • Dienste und Einrichtungen in der Region stärker zu vernetzen,
  • Familien die Koordination von Leistungen und Hilfen zu erleichtern und
  • auf Strukturebene zu einer abgestimmten Planung von Angeboten zu gelangen Abschlussbericht Regionalstudie Südwest

Im Anschluss an die Studie hat sich das Netzwerk „Lebenszeit für Familie“ gebildet, es integriert Knowhow und Kontakte vor Ort. AGP Sozialforschung koordiniert den Vernetzungsprozess und begleitet die Weiterentwicklung der Hilfestrukturen in wissenschaftlich-fachlicher Hinsicht.

 

AGP Sozialforschung

 


 

AGP Sozialforschung

Prof. Dr. Thomas Klie, Christine Bruker

Bugginger Str. 38
79114 Freiburg

Telefon 0761-47812-32
Telefax 0761-47812-699
thomas.klie@agp-freiburg.de
christine.bruker@agp-freiburg.de

www.agp-freiburg.de

Im Fokus der fachlichen Begleitung ...

... steht das Anliegen, Case und Care Management-Strukturen aufzubauen. Case Management hilft betroffenen Familien, komplexe Versorgungssituationen zu organisieren – etwa wenn pflegerische Hilfen, Leistungen der Eingliederungshilfe, die Kinder- und Jugendhilfe sowie mehrere medizinische Maßnahmen (ggf. auch bei mehreren Familienmitgliedern) erforderlich sind oder wenn es den betroffenen Personen schwer fällt, ihre Interessen durchzusetzen. Damit kommt dem Case Management vorrangig die Funktion zu, die Unterstützungen zu organisieren, die der/die Betroffene nicht selbst erreichen kann – Case Management ist in der Regel nicht dafür zuständig, selbst Leistungen zu erbringen.

Das Vorgehen orientiert sich dabei immer an den individuellen Bedarfen und den Ressourcen der jeweiligen Familie. Das Care Management hingegen bezieht sich auf die Steuerung und Re-Organisation des Versorgungssystems im Gesamten. Es greift Situationen der Unter-, aber auch der partiellen Fehl- und Überversorgung auf und setzt Impulse in den relevanten Gremien und Organisationen. Es verfolgt das Ziel, dass Dienste und Einrichtungen transparent und geregelt, vernetzt und flexibel zusammenwirken. AGP Sozialforschung unterstützt und befördert entsprechende Entwicklungen.

AGP Sozialforschung ist ein sozialwissenschaftliches Forschungsinstitut an der Evangelischen Hochschule in Freiburg. Es wurde 1989 von Prof. Dr. Thomas Klie gegründet und wird seitdem von ihm geleitet. AGP bietet eine breite Expertise im Bereich der sozialen Gerontologie, Teilhabeforschung und Palliative Care. Zentrale Säulen sind dabei die sozialwissenschaftlich empirische Forschung, eine darauf aufbauende Beratung und Weiterbildung in der Praxis sowie der Lehre. Im Kontext dieser Bereiche konstituieren sich die Arbeitsfelder des AGP: Kommunale (Altenhilfe-) Planung, gesellschaftliche Teilhabe (bei Behinderung), Kinderhospiz und Palliative Care, Bürgerschaftliches Engagement durch und für alte Menschen, innovative Wohnkonzepte, formelle und informelle Pflege, Case Management. Prof. Dr. Thomas Klie, der nebenberuflich als Anwalt tätig ist, bringt seine juristische Expertise für das Netzwerk ein.